Süchtig nach Stress in Beziehungen

4 Schritte aus der Sucht nach Aufregung in deiner Partnerschaft

Ja, du liest richtig: Auch wenn das kein Mensch bewusst will – es gibt das Phänomen, nach Stress und Aufregungen in Beziehungen süchtig zu sein.

Menschen, die darunter leiden, können es kaum aushalten, dass es mal eine Weile oder längere Zeit gut miteinander geht. Nach einer gewissen Zeit beginnen sie, Streit zu suchen, Dramen zu kreieren oder andere Aufregungen wie Unfälle oder Fremdgehen bis hin zur Trennung heraufzubeschwören. Ohne dass sie das wollen …

Woher kommt das?

Wer viele Jahre oder gar seit Kindheit an gewohnt ist, dass Beziehungen viel Stress bedeuten, kennt es nicht anders. Das ganze 4-Körper-System (physischer, emotionaler, mentaler und spiritueller Körper) ist so darauf ausgerichtet, dass es immer wieder diese Stresszufuhr braucht, um sich wohl und geborgen zu fühlen.

Doch dieser dauerhafte Stress verursacht nicht nur eine psychisch-seelische Gewöhnung, sondern auch körperliche Veränderungen samt stofflicher Abhängigkeit wie die vom Stresshormon Cortisol.

Körperliche Reaktionen auf Stress

Was geschieht im Körper, wenn wir in Stress geraten? Der Körper schüttet zunächst die beiden Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin aus, die uns wach und handlungsfähig machen. Die Muskeln sind angespannt und stehen für Bewegungen parat, die Atmung wird schneller und versorgt uns mit mehr Sauerstoff.

Außerdem wird vermehrt das körpereigene Hormon Cortisol ausgeschüttet. Cortisol unterstützt – zusammen mit Insulin – die Regulierung des Blutzuckerspiegels. Wenn wir Stress haben, verbraucht der Organismus mehr Energie als sonst. Daher stellt er über eine erhöhte Cortisol-Ausschüttung mehr Zucker in Gehirn und Muskeln zur Verfügug.

Wenn Stress zum Normalzustand wird

Grundsätzlich ist dieser Mechanismus sehr natürlich und äußerst nützlich. Er sorgt dafür, dass wir in akuten Situationen schnell reagieren können. Problematisch wird es, wenn die Stressreaktion zum Dauer- und Normalzustand wird. Der Körper steht ständig „auf Abruf“ und findet keine ausreichende Entspannung mehr. Irgendwann ist das System überlastet und neigt zu Krankheiten.

Außerdem kann das Cortisol eben auf Dauer abhängig machen. Unser Gehirn gewöhnt sich daran und irgendwann stuft es diesen Ausnahmezustand als Normalzustand ein. Es unterscheidet nicht, ob das Verhalten für uns gesund oder schädlich ist, sondern bevorzugt einfach das Gewohnte. Daher fällt es uns im Laufe der Zeit immer schwerer, uns aus ungesunden Mustern zu befreien und gesündere Wege zu wählen. Wir suchen immer wieder ähnlich stressige Umstände, kreieren immer und immer wieder solch aufregende Erfahrungen, bis wir erkennen, in welchem Teufelskreis wir uns verfangen haben.

5 Schritte aus der Suchtspirale

Nun ist es wichtig, gezielt gegenzusteuern. Das gelingt dir mit 5 wichtigen Schritten:

  1. Erkennen & anerkennen: Der entscheidende erste Schritt ist, dass dir dieses Suchtsystem bewusst wird und du anerkennst, dass es bisher so war. Das Erkennen speilt bei dieser Form der Sucht eine wesentliche Rolle, denn anders als bei stofflichen Süchten wie Alkohol oder Rauchen ist diese Form der Sucht kaum greifbar.
  2. Neu entscheiden: Nun entscheide dich neu. Willst du so weitermachen wie bisher oder diesen Teufelskreis jetzt durchbrechen und bewusst gegensteuern?
  3. Positive Impulse setzen: Als nächstes darsft du dein Gehirn wieder gezielt umtrainieren. Das gelingt nur, wenn du im Alltag bewusst neue Impulse setzt und für Entspannung, Schönes für die Seele und Wohltuendes sorgst. 🙂
  4. Stressabbau: Bewegung und Ausgleich sorgen außerdem dafür, dass die schädlichen Stresshormone schneller abgebaut werden und dein Körper wieder in Balance kommt. Gehe möglichst täglich in die Natur und powere dich so richtig aus, dass du ins Schwitzen kommst. Auch alles andere, was Stress abbaut, ist jetzt gut für dich.

Optimale Unterstützung durch die Energiemedizin

Unterstützend hilft die Energiemedizin. Damit lassen sich einerseits die Stressinformationen aus deinem gesamten 4-Körper-System löschen, was dir den Ausstieg aus der Stresssucht erleichtert. Andererseits können die tiefsten Ursachen aufgespürt werden, die dazu geführt haben, dass du überhaupt in diese Lage gekommen bist.

Wenn du dazu Fragen hast oder einen Termin vereinbaren willst, maile mir an info@kmp-praxis.de.

Weitere Tipps, wie du den Stresspegel allmählich wieder senken kannst

  • Konzentriere dich auf die guten Momente in deinen Beziehungen und stärke diese, indem du die angenehmen Gefühle zulässt, so lange es dir möglich ist. Versuche, diese Phasen immer weiter auszudehnen.
  • Richte dich innerlich ganz auf dein Ziel, eine glückliche Partnerschaft zu führen, aus. Stelle sie dir möglichst konkret vor. Was unternehmt ihr gemeinsam an schönen Dingen? Wie fühlt ihr euch? Wie oft lacht ihr zusammen?
  • Stärke das Wohlfühl-Hormon Oxytocin durch Kuscheln, Massagen, Lachen, Schönes, gute Gedanken usw. – alleine oder zusammen mit deinem Partner.
  • Übe dich in Dankbarkeit. Auch das hilft, deinen Fokus auf das Gute im Leben zu richten.
  • Habe Notfall-Maßnahmen parat: Wenn du spürst, dass das Verlangen nach Stress hochkommt, atme tief durch und entscheide dich bewusst, jetzt nicht mehr in diese Sucht einzusteigen, sondern richte dich wieder auf die schönen Seiten und deine Ziele aus. Weihe deinen Partner ein und mache mit ihm ein Zeichen aus, das euch hilft, nicht in Dramen zu gehen, sondern mit Humor neue Möglichkeiten auszuprobieren.
  • Achte auf Ausgleich und Auszeiten: Sorge insgesamt für ausreichend Ausgleich, Entspannung und erholsamen Schlaf. Nimm dir regelmäßig Auszeiten für dich, in denen du dir selbst Gutes gönnst und Wünsche erfüllst.
  • Vermindere zusätzliche Reize wie aufregende Filme, Tratsch und Klatsch, zu viel Internet usw.

Und: Bleibe dran! 🙂

Wenn du magst, berichte gerne von deinen Erfahrungen in den Kommentaren. Ich freue mich!

Alles Liebe
Karin Myria


(Text: Karin Myria Pickl, Foto: pixabay, 19.08.2017)

 

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