Botschaft für den August

Erkenne dich selbst, das heilige Mondblut und die Rückkehr in die heilige Ordnung allen Seins

„Erkenne dich selbst.“ – diese Inschrift soll am Eingang des Tempels von Delphi gestanden haben. Sie kommt mir als erster Satz in den Sinn, als ich mich verbinde und mit dem Schreiben der Monatsbotschaft beginnen will. Das Thema fasziniert mich sehr und ich folge der Spur …

Das Orakel von Delphi

Das Orakel von Delfi, eine Weissagungsstätte der griechischen Antike, ist wohl das berühmteste Orakel der Welt. Zunächst war es vermutlich Hera oder Gaia geweiht, dann ein Zeus-Heiligtum und ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. wurde es Apollon gewidmet und zur Orakelstätte.

Die Mythologie erzählt von Zeus, der zwei Adler jeweils von einem Ende der Welt losfliegen ließ, die dann in Delphi zusammentrafen. Seit diesem Zeitpunkt gilt Delphi als Mittelpunkt der Welt. Der Name der Stadt könnte sich vom griechischen Begriff δελφύς (delphys) ableiten, der soviel wie „Gebärmutter“ bedeutet und auf die Verehrung der Erdengöttin Gaia hinweisen könnte.

Gaia soll sich „mit dem Schlamm, der nach dem Ende des Goldenen Zeitalters von der Welt übrig blieb, vereinigt“ und die geflügelte Schlange Python geboren haben. Python hatte hellseherische Fähigkeiten und bewachte Delphi.

Hera, die eifersüchtige Gattin von Zeus, wollte Python für eine Intrige benutzen. Sie wollte die Schlange anleiten, Leto, die schwangere Geliebte von Zeus, aufzufressen, damit sie Zeus keine Kinder schenken konnte. Gaia hatte ihr nämlich prophezeit, dass Leto Zwillinge bekommen soll, die mächtiger als alle ihre Kinder sein würden.

Doch Zeus konnte das Vorhaben verhindern. Leto gebar Apollon und Artemis. Aus Rache für den Anschlag auf seine Mutter tötete Apollon Python. So ergoss sich das Blut der Schlange über die Felsen und übertrug die hellseherischen Kräfte auf den Ort. (wikipedia.org/wiki/Orakel_von_Delphi)

Erkenne dich selbst, wie du wirklich bist

Erkenne dich selbst und werde die bzw. der, die/der du wirklich bist. Das ist eines der Themen der aktuellen Zeit, mit denen wir uns instensiv auseinandersetzen dürfen. Wer bist du wirklich – hinter all den Rollen, Mustern und Glaubenssätzen, die dich klein halten oder in eine Richtung führen, die deinem Seelenweg nicht entsprechen? Wer bist du wirklich – was macht dein Herz ganz weit, bringt dir Energie und deine Augen zum Strahlen?

Das neue Zeitalter

Den Delphi-Mythos finde ich gerade für die aktuelle Zeit sehr spannend, da damals gerade ein Goldenes Zeitalter zu Ende gegangen war und wir nun dabei sind, solch ein Goldenes Zeitalter wieder auf die Erde zu bringen. All die alten Informationen sind noch in der Erde gespeichert und es gilt, sie wieder zu aktivieren.

Die geflügelte Schlange führt mich zu einer weiteren, der toltekischen Mythologie. Auch in der südamerikanischen Mythologie gibt es eine gefiederte Schlange, die ich auch aus der schamanischen Arbeit kenne. Ich forsche weiter und stoße auf einen Text, den du hier ganz nachlesen kannst.

Quetzalcoatl, die gefiederte Schlange, findet zu Beginn des 5. Zeitalters „die kostbaren Knochen, die heilige Weisheit der Völker“ wieder auf, doch sie gehen ihr zu Bruch. Mit Unterstützung der Mutter des Totenreiches kann sie die zerbrochenen Knochen wieder einsammeln. Dann öffnet sie „ihren Schoß und läßt ihr heiliges Mondblut über die Bruchstücke fließen, wodurch diese wieder zusammengefügt werden.

Dies ist die Geburt des fünften Zeitalters der Gefühle auf der Erde. Die Kraft des heiligen Mondblutes des Mutterschoßes verbindet alle Bruchstücke des heiligen Wissens miteinander, was die Heilung aller Wunden und die gemeinsame Rückkehr der Menschheit in die heilige Ordnung allen Seins bewirkt.“

(Zitate: kraft-der-kreise.de/gefiederte_schlange)

Wie schön ist das denn? Das heilige Mondblut verbindet alle Bruchstücke des heiligen Wissens wieder miteinander, so dass alle Wunden heilen und die gesamte Menschheit in die heilige Ordnung allen Seins zurückkehren kann. Und es heißt ja auch in vielen Prophezeiungen, dass es die Kraft der Frauen sein wird, die die Erde wieder ins Gleichgewicht bringen wird …

Die Kraft der Frauenkreise

Bei vielen Naturvölkern war und ist es üblich, dass die Frauen sich während der Menstruation in Mondhütten treffen, diese heilige Zeit mit Zeremonien feiern und ihr Mondblut direkt der Erde zurückgeben. Das Menstruationsblut gilt als heilig, magisch und sehr mächtig. Es ist ein Blut, das Heilung gibt, und nicht von Gewalt und Kriegen kommt. Die Frau selbst ist während der Periode besonders sensibel und stark mit der Natur wie auch mit der Großen Göttin verbunden.

Seit rund 20 Jahren gibt es Bewegungen wie die „Roten Zelte“, im Zuge derer sich Frauen nun weltweit wieder einmal im Monat in Kreisen zusammenfinden. Die Roten Zelte oder modernen Mondhütten sind Orte des Rückzugs unter Frauen, Orte für Gespräche, Freude und Entspannung, gegenseitige Stärkung und liebevolle Unterstützung. Sie sind Orte, an denen Frauen sich wieder rückverbinden können – mit der Natur, den natürlichen Rhythmen, dem Fluss des Lebens …

Übrigens ist Artemis, eines der beiden Kinder Letos, unter anderem die Göttin des Mondes wie auch die Hüterin der Frauen und Kinder. So schließt sich wieder ein Kreis …

Hab einen schönen August!

Alles Liebe
Karin Myria

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Karin Myria Pickl
Schamanische Coach | Kräuterfrau | Autorin | Seminarleiterin
www.kmp-praxis.de

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